Frauenhandball

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TSV Niederndodeleben

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BSV 93 Magdeburg

BSV_93

TSV Minikader überrascht mit maximalem Erfolg

TSV Niederndodeleben : HC Burgenland 29:20 (15:10)

Von Ulrich Kunkel

Im Spiel des Dritten und des Vierten der Mitteldeutschen Oberliga waren die Voraussetzungen für das Team der Heimsieben alles andere als gut, denn man musste notgedrungen die Begegnung mit nur sechs Feldspielerinnen antreten. Damit war von vornherein klar, dass es eine Kraftfrage war, die sechzig Minuten auf gewohntem Spielniveau durchstehen zu können.
„Wir brauchen heute einfache Tore. Und vor allem: verwandelt Eure Chancen sicher!“, war die Forderung von Coach Michael Funke vor der Partie. Vorsorglich hatte Josephine Suchan neben dem Torfrautrikot auch ein Spielertrikot parat, um im Fall eines Ausfalls einer Feldspielerinn einzuspringen zu können.

Die Frauen des TSV Niederndodeleben spielten von Beginn an konzentriert in Abwehr und Angriff. Mit vorgezogener 5:1 Deckung schränkte Desireè Sehls die Wirkung von Burgenlands bester Torschützin Stiskall ein. Die Abwehr stand gut und was dennoch durchkam parierten mehrfach (Quote 39 %) die glänzend aufgelegten Torfrauen Josephine Suchan und Sabine Scharioth.

Über die Zwischenstände 4:2 und 6:3 (10.) durch die auf der mittleren Aufbauposition Regie führende Conny Bergmann bauten die TSV Frauen ihren Vorsprung weiter aus. Das brachte Ruhe und Sicherheit in die Aktionen auch im Hinblick auf die notwendigen Kraftreserven für die zweite Spielhälfte. Die diesmal auf der rechten Außenposition aufgebotene Veronika Bange hatte bis zum beruhigenden 15:10 Halbzeitstand ihre glänzende Form mit acht Treffern unterstrichen.
Mit der gleiche Toranzahl in der 2. Halbzeit katapultierte sie sich nach diesem Spieltag an die Spitze der Torschützinnen in der Mitteldeutschen Oberliga.

Verständlich, dass die Dodeleberinnen die Pausendauer maximal ausreizten, ehe die routinierten und sicher leitenden Schiedsrichter Oliver Niedner und Thomas Schüller die zweiten dreißig Minuten freigaben.
Fünf Minuten nach Wiederanpfiff setzte sich Jo-Ann Brunne energisch am Kreis durch und erhöhte mit ihrem dritten von insgesamt fünf Toren den Vorsprung auf 20:12. Mitte der 2. Hälfte merkte man schon, dass Kraft und Konzentration beim Gastgeber logischerweise etwas nachließen. Dennoch nutzten TSV Frauen konsequent ihre Chancen. In Überzahl – die Torhüterin von Burgenland war gegen eine Feldspielerin gewechselt – gelang Franziska Sprotte nach abgewehrtem Ball das spektakuläre 23:15 ins leere Tor der Gäste. Auf 24:19 (55.) verkürzte Burgenland noch einmal ehe Ina Funke mit dem 27:20 drei Minuten vor Ultimo die endgültige Entscheidung sicherte. Torfrau Josephin Suchan kam mit ihrem Spielertrikot nun noch auf der Linksaußenposition zum Einsatz. Conny Bergmann gelang trotz Unterzahl des TSV eine Sekunde vor Schluss der 29:20 Endstand.

Noch auf der Platte nahm Trainer Funke sein Team zusammen und lobte die disziplinierte Leistung mit wenig Fehlern und einer hohen Torwurfeffektivität. „Trotz der leeren Reservebank haben wir 60 Minuten im Angriff Druck gemacht und in der Abwehr gut gestanden.“
Nach vierwöchiger Pause geht es für die Frauen des TSV Niederndodeleben mit zwei Auswärtsbegegnungen in Dessau und Görlitz weiter ehe am 7. April das nächste Heimspiel gegen Halle stattfindet

TSV: Suchan, Scharioth; Sehls, Funke 3, Bange 16/6, Sprotte 1, Brunne 5, Bergmann 4.
7m: TSV: 7/6, Burgenland: 5/3, Zeitstrafen: TSV: 2, Burgenland 4, Rote Karte Schulz (59.)
Schiedsrichter: Oliver Niedner, Thomas Schüller.

TSV Frauen holen Auswärtspunkt

HSV Apolda 1990 : TSV Niederndodeleben 32:32 (15:16)

Von Ulrich Kunkel

Die bisherige Bilanz des Tabellenletzten HSV Apolda waren bis auf eine Ausnahme negativ mit deutlichen Niederlagen. Insofern war die Zielstellung der Gäste aus der Börde trotz des eingeschränkten Kaders klar auf Sieg ausgerichtet. Im Verlauf der Begegnung stellte sich im Sportpark Apolda allerdings ein ganz anderer Gegner vor als noch beim 17:31 Heimsieg des TSV in der Wartberghalle.

Bis Mitte der ersten Hälfte führte der TSV Niederndodeleben stets knapp mit einem Tor (2:3, 8:9/ 14.) ehe die Gastgeber in der 18. Minute durch Anne Breitschuh 11:9 (18.) in Führung gingen. Sie gehört zu den 4 Spielerinnen, die der HSV Apolda von der zweiten Vertretung des Deutschen Meisters Thüringer HC geholt hat und die am Ende für 25 der 32 Gegentore verantwortlich zeichneten.
Veronika Bange sorgte fünf Minuten vor der Pause in gewohnter Manier aus dem Rückraum für den 14:14 Ausgleich. Eine Sekunde vor dem Halbzeitpfiff konnte Jo-Ann Brunne einen Konter erfolgreich zur 15:16 Führung für den TSV abschließen.  Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass ein Punktgewinn gegen den Gastgeber ohne Kampf und Konzentration schwer werden würde, noch zumal  die unverständliche Schiedsrichteransetzung von 2 Thüringern durch ihre teilweise nicht nachvollziehbaren Entscheidungen zusätzliche Brisanz ins Spiel und Trainer Funke nach mehrfacher Kritik die Gelbe Karte brachten.

Das Team aus der Börde startete nach Tor von Josephin Klöppel mit 15:18 (33.) in die zweite Hälfte und behauptete auch die knappe Führung von 20:22 (40.). Ein größerer Vorsprung gelang den Gästen nicht, weil „der Mittelblock in der Abwehr diesmal nicht die gewohnte Stabilität“ zeigte, konstatierte Co Trainerin Mandy Mainka das Manko ihrer Mannschaft an diesem Tag.
Ein grobes Foul an Veronika Bange (43.) mit notwendiger Behandlung auf der Platte zog keine Strafe nach sich. Auch zwei abgepfiffene Vorteilssituationen und Schrittfehler mussten die Dodeleberinnen achselzuckend schlucken, spielten aber ohne technische Fehler weiter. Josephin Suchan parierte in dieser Phase mehrere Würfe des Gegners und hielt ihre Mannschaft 24:26 (50.) im Rennen.
Die letzten Minuten der Auseinandersetzung verlangten den Spielerinnen des TSV Niederndodeleben starke Nerven ab. Die Schiris verhängten nach Abwehraktionen am Kreis vier 7m in Folge, die die ehemalige THC-Akteurin Wendland (insgesamt 13 Tore) zum 28:28 (56.) verwandelte. 
Positiv, dass trotz der jetzt hohen Drucksituation die Dodeleberinnen immer wieder mit spielerischen Mitteln und Toren von Josephin Klöppel, Ina Funke und Jo-Ann Brunne den Ein-Tore-Vorsprung bis zum 32:31 (59.) sicherten. Eine halbe Minute vor Ultimo durfte Apolda schließlich erneut zum 7m antreten und den Treffer 32 markieren.

Trainer Michael Funke nahm noch auf der Platte seine enttäuschten Spielerinnen zusammen und bewertete unter dem Strich die Auseinandersetzung nicht negativ:“ Sicher hätten wir hier auch 2 Punkte mitnehmen können. Aber mit unserem reduzierten Kader haben wir letztlich nicht verloren und auswärts einen Punkt erkämpft“.

TSV: Scharioth; Suchan; Hirche, Raue, Funke 4, Bange 14/4, Klöppel 6, Brunne 7, Bergmann 1.
7m: TSV: 4/3, Apolda: 7/7, Zeitstrafen: TSV: 2, Apolda: 4
Schiedsrichter: Johannes Rodolf, Christian Wagner (Thüringer HV)

TSV Frauen nach erkämpften Sieg mit Platz 2 belohnt
TSV Niederndodeleben : HC Riesa/Oschatz 32:28 (16:15)

In der hart umkämpften Spitzenpaarung der Mitteldeutschen Oberliga mussten die Frauen des TSV Niederndodeleben bis zum Ende vollen Einsatz zeigen, um die Vorgabe ihres Trainers  „ gegen den Gegner haben wir noch etwas gut zu machen“ erfolgreich umzusetzen. Erst in den letzten Minuten musste sich der Vierte der Tabelle gegen den Dritten geschlagen geben. Da der bisher punktgleiche Tabellenzweite Halle-Neustadt in Rückmarsdorf nach einem Unentschieden 1 Punkt verlor, steht die Mannschaft des TSV Niederndodeleben nun Platz zwei.

Zahlreiche Fehlern des Gastgebers am Anfang der Begegnung nutzten die Gäste konsequent zum 1:3 (3.) und 6:9 (12.). Erst sechs Minuten vor der Halbzeit egalisierten die Dodeleberinnen das Ergebnis zum 13:13 und schafften kurz vor der Pause die knappe 16:15 Führung durch ein Tor der erstmals für den TSV spielenden Jo-Ann Brunne von der linken Aufbauposition.
Auch in der zweiten Hälfte konnte sich keine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Die Härte in Spiel nahm zu. Ein Ausdruck dafür sind die 6 Zeitstrafen und 2 Disqualifikationen, die Schiedsrichterinnen Arite Hatmann und Linda Berndt gegen die Gäste aus Oschatz verhängten. Es war klar, dass das Spiel der Gäste immer wieder auf die in der Torschützenliste der Mitteldeutschen Oberliga mit Abstand führenden Josephine Hessel ausgerichtet war. Dem begegnete Trainer Michael Funke mit der in der Deckung vorgezogenen Desireè Sehls, die ihre Sache gut löste und der RIO-Rückraumschützin nur vier Tore in der 2. Halbzeit erlaubte.
Das Team aus Sachsen hielt lange mit und ging sogar mit 21:23 (42.) in Führung. Auch das 27:24 (48.) nach vollendetem Konter durch Linda Umbusch brachte keine Ruhe für die Gastgeber. Sieben Minuten vor Ultimo stand ein 28:28 an der Anzeigetafel.
Ein abgewehrter Wurf auf das TSV Tor nutzte Anika Hirche zum Konter und brachte den Ball erfolgreich von der linken Außenposition zum 29:28 unter. Nach Foul an Ina Funke verwandelte Veronika Bange den fälligen 7m und setzte kurz vor dem Abpfiff mit Fernwurf zum  32:28 auch den Schlusspunkt in diesem spannenden und umkämpften Spiel.
„Es war wichtig, dass meine Mannschaft bis zum Schluss die Konzentration hoch gehalten hat. Die Gäste haben uns heute alles abverlangt. Bei weniger Fehlern hätten wir das Spiel eher entscheiden können. Ein Grund dafür sind aber auch die Bedingungen im Training, die -berufsbedingt - kaum ein geschlossenes Mannschaftstraining ermöglichen“, das Fazit von Coach Michael Funke. 

TSV: Suchan, Scharioth; Hirche 2, Wilke, Sehls 5, Raue, Pätzold, Funke 6, Bange 12/5, Sprotte 1, Linda Umbusch 2, Samanta Umbusch, Klöppel 3, Brunne 1.
7m: TSV: 6/5, RIO: 3/3, Zeitstrafen: TSV: 1, RIO: 6, 2 Disqualifikationen
Schiedsrichter Linda Berndt, Arite Hartmann (HVH Kamenz)

Im Vorspiel gewann in der Nordliga die B-Jugend des TSV Niederndodeleben 19:14 gegen TuS Magdeburg -Neustadt und ist damit Tabellenführer. Nach der Oberliga gewann die 2. Vertretung des TSV in der Landesliga die Begegnung gegen den ehemaligen Verein von Jo-Ann Brunne, dem HC Salzland 25:17. Für den Handball-Leistungsstützpunkt TSV Niederndodeleben also ein sehr erfolgreicher Handballtag.

TSV Frauen starten mit sicherem Sieg ins neue Jahr

TSV Niederndodeleben : SC Hoyerswerda 30:23 (18:10)

Von Ulrich Kunkel

Nach fast zweimonatiger Pause beginnt nächste Woche die Mitteldeutsche Oberliga wieder mit dem Punktspielbetrieb. Die Frauen des TSV Niederndodeleben durften am Sonntag in der Wartberghalle schon eine Woche früher ran. Auf dem Programm stand das Nachholspiel gegen den SC Hoyerswerda. Für die Teams der Liga bedeuten die Pausen - bedingt durch die starke Reduzierung der Staffel auf zehn Mannschaften – sich möglicht schnell wieder in den Wettkampfrhytmus hineinzufinden.

Der Heimsieben gelang das trotz einiger Ausfälle im Kader ganz gut. Bis Mitte der zweiten Halbzeit spielten die Frauen des TSV quasi  fehlerlos einen  deutlichen Toreabstand (28:14/43.) heraus ehe der von Trainer Funke kritisierte Schlendrian in der Deckung und zum Teil auch im Angriff einzog.Die nie aufgebenden und mit nur acht Feldspielerinnen angereisten Gäste nutzten das zur Resultatsverbesserung und einem 2:9 in der restlichen Spielzeit.

Der Sieg in der Wartberghalle war von Anfang an nicht gefährdet. Vom 7:4 (10.) durch Franziska Sprotte zog der TSV mit ihrem bis dahin vierten Tor von Desireè Sehls (insgesamt 8 Tore) auf 11:5 (16.) davon. Das schnelle Spiel nach vorn klappte, die Deckung einschließlich der Torfrauen stand sicher und so war der Halbzeitstand von 18:10 folgerichtig

In der zweiten Hälfte erhöhte die wieder einmal beste Torschützin des TSV Veronika Bange ihre Bilanz aus der 1. Halbzeit von 5 auf 11 Tfeffer. Insgesamt ein faires Spiel; allerdings hatten wohl die Schiedsrichterinnen Pollmer und Rößler zu wenig der laufenden WM-Spiele und dortigen Schiedsrichterentscheidungen gesehen, sonst hätten sie einige klare Fouls am Kreis konsequenter geahndet.„Bis auf die letzte Viertelstunde war der Auftakt 2019 ok. Am nächsten Samstag gegen die HSG Riesa/Oschatz haben wir noch etwas gutzumachen“, war der Apell von Michael Funke an sein Team.

TSV: Suchan, Scharioth; Hirche 2, Wilke, Sehls 8, Raue 1/1, Pätzold, Funke 3, Bange 11/3, Sprotte 1, Linda Umbusch, Samanta Umbusch, Klöppel 3, Bergmann 1.
7m: TSV:6/4, Hoyerswerda: 4/4, Zeitstrafen: TSV:1, Hoyerswerda 4
Schiedsrichter: Linda Pollmer, Melissa Rößler (SC Markranstädt)     

Sicherer Sieg beim Aufsteiger

HSG Rückmarsdorf : TSV Niederndodeleben 28:35 (16:21)

Von Ulrich Kunkel

Zu ihrem letzten Auswärtsspiel 2018 mussten die Frauen des TSV Niederndodeleben zum Aufsteiger nach Rückmarsdorf reisen. Diesmal wurden sie von einer größeren mit weihnachtlichem Outfit ausgestatteten Fangruppe begleitet, die sich am Ende mit der Mannschaft über einen sicheren Auswärtssieg freuen konnte.
In das Zehner-Aufgebot hatte Trainer Michael Funke diesmal die B-Jugendspielerin Frederike Raue aufgenommen. „Rike“ war natürlich vor ihrem Ersteinsatz in der Oberliga etwas aufgeregt, konnte aber am Ende mit ihrem Einstand und zwei Toren von der Kreismitte voll zufrieden sein.

Nach 2:3 und 3:5 erzielte Josehin Klöppel in der 8. Minute von der rechten Außenposition mit ihrem zweiten Tor (insgesamt 9) einen etwas größeren Vorsprung (4:7). Die Deckung der Gäste stand gut und konnte sogar vier Ballgewinne in der ersten Hälfte verbuchen. Einen davon nutzte Conny Bergmann selbst per Konter zum 8:13 (17.).  Mit wenigen Fehlern, schnellem Spiel nach vorn und diesmal wieder deutlich mehr Tore von den Außenpositionen stand es zur Halbzeit 16:21.
Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber dem Kombinationsspiel des TSV nur wenig entgegenzusetzen. Veronika Bange und Josephin Klöppel teilten sich die Torausbeute bis zum 19:26 (39.). Eine Viertelstunde vor Ultimo schickte Trauner Funke dann Frederike Raue auf die Platte. Über die Spielstände 25:29 (46.) und 25:31 (53.) durch Desireè Sehls war es jeweils Ina Funke, die – selbst Gefahr aus dem Rückraum ausstrahlend - Frederike Raue am Kreis den Ball servierte. Die verwandelte sicher und steht für die Gästetreffer 33 und 34 im Spielprotokoll
„Trotz des Fehlens einiger Spielerinnen haben wir eine ordentliche Partie geboten und unser Konzept aus einer sicheren Abwehr heraus zu agieren umgesetzt“, war Trainer Funke zufrieden. 
Wahrscheinlich war das für den TSV Niederndodeleben das letzte Spiel in diesem Jahr, denn die Partner Hoyerswerda und Niederndodeleben haben – vorbehaltlich der Bestätigung durch den Verband - der Spielverlegung des Heimspiels vom 9. Dezember auf den 15. Januar 2019 bereits zugestimmt.

TSV: Suchan, Scharioth; Wilke 3, Sehls 5, Raue 2, Funke 6, Bange 6, Sprotte 2, Klöppel 9, Bergmann 2.
/m: TSV: 1/0, Rüchmarsdorf: 2/2, Zeitstrafen: TSV: 3, Rückmarsdorf: 1.
Schiedsrichter: Sascha Hauke, Christian Lindig (Saalfeld/Könitz)

Derby im Frauenhandball geht klar an Niederndodeleben

TSV Niederndodeleben : BSV 93 Magdeburg 27:21 (11:9)

Von Ulrich Kunkel

Die Derbys der beiden benachbarten Teams aus der Mitteldeutschen Oberliga sind immer spannende Begegnungen mit besonderer Motivation. So war es auch am Sonntag in der Wartberghalle, wo beide Seiten mit akustischem Paukengeleit gleichstark ausgestattet waren. Es herrschte also eine derbywürdige Stimmung beim Spiel des Dritten gegen den Vierten der Oberliga.

Der BSV 93 Magdeburg hatte am letzten Wochenende im Heimspiel gegen den Vorjahresmeister HC Burgenland verloren, der TSV Niederndodeleben auswärts beim Tabellenzweiten HC Union-Halle Neustadt zwei Punkte eingefahren.
Wobei in der Staffel der Mitteldeutschen Oberliga an einigen Ergebnissen festzustellen ist, dass die Mannschaften häufig Probleme haben die Wettbewerbe mit ihren Standardbesetzungen zu absolvieren. Der Grund ist häufig job- oder ausbildungsseitig und auch durch Verletzungen bedingt.
Das bringen Verantwortliche der Mannschaften vermehrt zum Ausdruck.

Die Derbykonkurrenten konnten – bis auf eine Ausnahme – mit voller Truppe antreten. Die Ausnahme ist die in den ersten Spielen des TSV beste Torwerferin Anne Pätzold. Ihre aus dem Spiel gegen Burgenland resultierende Verletzung ist als Kreuzbandriss diagnostiziert. Trainer Michael Funke kann sie demnach langzeitig nicht einsetzen.

Die Dodeleberinnen führten schnell 3:0 (3. Minute) ehe der BSV 93 auf 5:3 und später 6:4 (13.) – davon dreimal durch Lisa Hoffmann - verkürzen konnte. Das Weglassen klarer Einschussmöglichkeiten seitens der Gastgeber war Schuld daran, dass es mit 8:7, 10:9 bis zur Halbzeitpause (11:9) eng blieb.

Zwei erfolgreich von Josephin Klöppel abgeschlossene Konterbrachten die 13:9 (34.) Führung für die Heimsieben. Viel umjubelt von Zuschauern und den TSV Spielerinnen das für Desireè Sehls nach einigen Fehlversuchen erlösende 14. Tor für den TSV. Trotz Tuchfühlung des BSV 93 (16:13/39.) hatte man nicht den Eindruck, dass sich die Dodeleberinnen das Spiel aus der Hand nehmen lassen. Nach Fouls an Josephin Klöppel und Anika Wilke verwandelte Veronika Bange die fälligen 7m gewohnt sicher zum 19:15 (43.). Nach Ballgewinn auf der vorgezogenen Abwehrposition erledigte Desireè Sehls dann selbst das beruhigende 20:15 eine Viertelstunde vor Ultimo.
Auch die unmittelbar danach genommene Auszeit von Gästetrainer Frank Eckstein änderte nichts am aus Sicht des TSV positiven Verlaufs der Begegnung. Über das 25:18 (55.) konnte das Team von Michael Funke letztlich einen ungefährdeten 27:21 Derbysieg konstatieren.
„Meine Spielerinnen haben die taktischen Vorgaben in der Abwehr und im Angriff heute gut umgesetzt und das Spiel sicher gestaltet.“, ließ Trainer Funke nach dem Spiel verlauten.

Im Spielplan der Mitteldeutschen Oberliga gibt es auf Grund der auf 10 Teams reduzierten Staffel nun eine längere Pause, ehe der TSV Niederndodeleben beim Aufsteiger HSG Rückmarsdorf antreten muss. Am 9. Dezember 16:00 Uhr ist dann in der Wartberghalle das letzte Spiel in 2018 gegen SC Hoyerswerda.

TSV: Suchan, Scharioth; Hirche 1, Wilke 1, Sehls 2, Baudis 1, Funke 1, Bange 9/3, Sprotte 1, Linda Umbusch 2, Samanta Umbusch 4, Klöppel 5.
BSV 93: Schäfer, Schache, Ribnitz; Hermes 4, Schaake 1, Priesing 1, Handel, Gottschalk, Martinez 1, Reißberg 6, Hoffmann 8, Rips.
7m: TSV:3/3, BSV 93: 3/3, Zeitstrafen: TSV: 1, BSV 93: 6
Schiedsrichter: Max Nottrodt, Johannes Rudolf, (Mühlhausen, Altenburg)

TSV Frauen erkämpfen Sieg beim Tabellenzweiten

SV Union-Halle-Neustadt II : TSV Niederndodeleben 22:23 (13:12)

Von Ulrich Kunkel

Freude und Erleichterung bei Spielerinnen und Verantwortlichen nach dem knappen aber verdienten Auswärtssieg in der Hallischen Erdgas Arena. Nach der Heimniederlage vom letzten Wochenende hatten sich die Frauen des TSV Niederndodeleben Wiedergutmachung auf die Fahne geschrieben und setzten das mit guter Moral und Kampfgeist am Ende auch um.

Mit sicherem Spiel ohne Fehler schlossen die Dodeleberinnen ihre Angriffe in der ersten Viertelstunde der Begegnung erfolgreich ab und sicherten sich damit die knappe Führung (3:5 /6:8).
Auf Hallenser Seite war es immer wieder die Ex-Haldensleberin Schmitz die bis dahin mit fünf Toren – davon zwei 7m -  dem Gastgeber den Anschluss sicherte. Konsequent nutzten die Unionspielerinnen dann zwei Fehler der Gäste zur 9:8 Führung (17.) und nach parierten Bällen mittels zweier Konter das 11:9. Nach Foul an Josehin Klöppel und Linda Umbusch verwandelte Veronika Bange die fälligen 7m zum 12:13 Halbzeitstand.

Veronika Bange und Ina Funke egalisierten in der 36. Minute mit Fernwurf und einem Tor vom Kreis den zwischenzeitlichen Rückstand zum 15:15. Die TSV Frauen behielten auch nach erneutem Rückstand (15:17) den Kopf oben und glänzten mit erfolgreichen Abschlüssen. Zweimal Samanta Umbusch, Linda Umbusch nach schnellem Zuspiel an den Kreis und Veronika Bange nach 7m erspielten eine scheinbare Vorentscheidung zum 17:19 (43.). Aus Sicht der Gäste folgte dann aber eine Phase in der man den Sack nicht zubinden konnte, weil einfach kein Tor gelang.
Trainer Michael Funke blieb dennoch bei seiner Linie die verletzte Anne Pätzold im Hinblick auf das bevorstehende Derby am nächsten Wochenende gegen den BSV 93 Magdeburg noch zu schonen.
Halles Trainer schickte Schmitz wieder ins Rennen, die dann auch mit zwei Treffern den 20:20 Ausgleich (52.) markierte. Fünf Minuten vor dem Abpfif (21:21) nutzte Trainer Funke seine Auszeit, um seine Spielerinnen noch einmal für den Schlussakkord einzustimmen. Ina Funke war es schließlich, die mit energischem Durchspiel am Kreis und einem Gewaltschuss ins obere rechte Eck das umjubelte 23:22 (59.) erzielte. In Unterzahl gelang den Gastgebern dann nichts mehr.
„Motivation und Willen haben gestimmt. Meine Mannschaft hat sich heute belohnt. Allerdings hätten wir bereits Mitte der zweiten Halbzeit den Sieg sichern können.“, schätzte Trainer Funke das Geschehen ein.

TSV: Suchan, Scharioth;  Wilke 2, Funke 5, Bange 8/3, Sprotte, Linda Umbusch 2, Samanta Umbusch 4/1, Klöppel 2, Hirche, Pätzold.
7m: TSV: 5/4, Halle: 4/4, Zeitstrafen: TSV: 3, Halle: 2.
Schiedsrichter: Oliver Niedtner, Thomas Schüller, (SV 04 Plauen)

Empfindliche Heimschlappe in der Wartberghalle

TSV Niederndodeleben : Koweg Görlitz 23:29 (9:10)

Von Ulrich Kunkel

Eine derbe Heimniederlage musste das Team von Trainer Michael Funke gegen den ungeschlagenen Tabellenführer der Mitteldeutschen Oberliga Koweg Görlitz einstecken. Das klare Ergebnis täuscht über den Spielverlauf allerdings etwas hinweg, denn der TSV Niederndodeleben hatte es durchaus in der eigenen Hand ein besseres Ergebnis zu erzielen, ließ aber in der entscheidenden Phase die notwendige Cleverness und Spielqualität vergessen.
Denn zehn Minuten vor dem Ende hatte Samanta Umbusch noch das 21:21 markiert; anschließend gelang der Heimsieben im Angriff und in der Abwehr dann aber gar nichts mehr. Die Gäste dagegen warfen 7 Tore in Folge und überrannten die Dodeleberinnen zum vorentscheidenden 21:28.

Bis dahin hatten die Frauen des TSV Schwächephasen immer wieder ausgleichen können. So hatte man bereits in der ersten Hälfte nach der 7:5 Führung (14.) den 7:10 Rückstand (28.) bis zur Halbzeit wieder korrigieren können. Besonderen Anteil daran hatte Torfrau Sabine Scharioth mit einigen Glanzparaden. Die Funke Sieben musste gegen den Tabellenführer ohne ihre in den ersten Spielen beste Torschützin Anne Pätzold auskommen, die aus dem Spiel gegen Burgenland noch verletzt ist.

Fehler und unnötige Ballverluste des TSV anfangs der zweiten Halbzeit nutzten die Görlitzerinnen zum respektablen 11:16 (36.) Vorsprung. Seitens der Gastgeber waren Kreisanspiele Mangelware. So kam die sonst treffsichere Anika Wilke nicht wie gewohnt zum Zug.
Mit kämpferischem Einsatz und Gewaltwürfen sorgten Veronika Bange, Samanta Umbusch und Josephin Klöppel aus der zweiten Reihe aber innerhalb von 7 Minuten für den 16:16 Gleichstand. Fans und Zuschauer freuten sich über den unbedingten Siegeswillen in dieser Phase.  Eine durchaus spannende Begegnung mit offenem Ausgang bis zum erwähnten 21:21 (50.). Schade, dass die Dodeleberinnen dann völlig von der Rolle kamen und enttäuscht eine bittere 23:29 Heimniederlage quittieren mussten.
„Verlauf und Ergebnis der Begegnung haben uns gezeigt, dass wir noch hart im Training arbeiten müssen“, meinte TSV Trainer Funke.

TSV: Scharioth, Suchan; Wilke, Sehls, Baudis, Pätzold, Funke 3, Bange 9/2, Sprotte 2, Linda Umbusch 1, Samanta Umbusch 4, Klöppel 3, Bergmann 1.

7m:TSV: 2/2, Görlitz: 2/2; Zeitstrafen: TSV: 3, Görlitz: 3,
Schiedsrichter: Tino Franke, Thomas Perll, (HVSA) 

TSV Niederndodeleben mit Pflichtsieg gegen Dessau/Roßlauer HV

TSV Niederndodeleben : Dessau/Roßlauer HV 30:20 (14:10)

Von Ulrich Kunkel

Im Gegenteil zur letzten verlorenen Auswärtsbegegnung in Riesa hatte Trainer Michael Funke diesmal gegen den Aufsteiger aus der Sachsen-Anhalt Liga fast alle Spielerinnen an Bord. Eine wesentliche Voraussetzung, um wieder einen Sieg in der Wartberghalle einzufahren.
Das gelang letztlich deutlich, wenn auch am Anfang bereits unnötige Fehler, ein vergebener 7m, ein erfolgloser Konter und ein Pfostenwurf ein besseres Ergebnis verhinderten. So stand es nach acht Minuten lediglich 2:2. Beim 5:2 (11.) schien die Bremse gelöst, aber die Dessauerinnen setzten sich immer wieder energisch am Kreis durch und erreichten durch ihre beste Torschützin Julia Frenz sogar den 8:8 Ausgleich (22.). Am positiven 14:10 Halbzeitergebnis hatte Torfrau Josephine Suchan mit zahlreichen parierten Bällen ihren Anteil.
In der zweiten Hälfte setzte Sabine Scharioth die solide Leistung im Tor des TSV fort und verhinderte sogar einen 7m Erfolg der Gäste. Zahlreiche Ballgewinne in der Abwehr und das Konterspiel der Gastgeber lief jetzt besser. Dreimal in Folge war es Ina Funke, die die Steilangriffe des TSV erfolgreich zum 20:12 (37.) abschloss.

Anne Pätzold versuchte nach ihrer noch nicht endgültig ausgeheilten Verletzung aus dem Burgenlandspiel wieder mitzumischen, musste aber bereits Mitte der zweiten Hälfte nach einer Kollision mit der Dessauer Abwehr wieder passen. Über 24:15 (47.) durch Linda Umbusch und 26:18 (53.) durch Veronika Bange beteiligten sich in der Begegnung alle TSV Aktiven am 30:20 Erfolg gegen den Tabellensiebten und um den Klassenerhalt kämpfenden Gäste.

„Das Ergebnis geht in Ordnung. Bei etwas mehr Konzentration im Abschluss hätten wir noch einige Tore mehr verbuchen können“, meinte Trainer Michael Funke nach dem Abpfiff.

Volle Konzentration wird am nächsten Sonntag um 15:00 Uhr in der Wartberghalle nötig sein, um gegen den bisher verlustpunktfreien Tabellenersten Koweg Görlitz ebenfalls zu punkten.

TSV: Suchan, Scharioth;  Wilke 3, Sehls, Baudis 2, Funke 5, Bange 6/1, Sprotte 2/2, Linda Umbusch 2, Samanta Umbusch 3, Klöppel 2, Bergmann 2, Pätzold 3/3.
7m: TSV: 8/6, Dessau: 7/6, Zeitstrafen: TSV:1, Dessau: 3
Schiedsrichter: Frank Becker, Sven Seltmann (HV Grüna, HC Glauchau/Meerane)

 

Deutliche Niederlage der TSV Frauen in Riesa

HSG Riesa/Oschatz : TSV Niederndodeleben 38:27 (19:12)

Von Ulrich Kunkel

Die auf Wunsch von RIO (Riesa/Oschatz) vorgenommene Spielverlegung war im Rückblick keine gute Entscheidung, denn die Mannschaft von Coach Michael Funke musste auf zahlreiche Stammspielerinnen berufsbedingt verzichten. Dank der Unterstützung aus der 2. Vertretung des TSV Niederndodeleben reisten die Gäste mit einer zumindest zahlenmäßig spielfähigen Mannschaft nach Riesa. Allerdings konnte die beste Torschützin der vergangenen Spiele Anne Pätzold nur für Strafwürfe vom 7m Punkt aufgeboten werden und fehlte in der Aufbaureihe; eine Folge der Verletzung beim spielentscheidenden letzten Tor gegen Burgenland. Auch Torfrau Josephine Suchan ging gesundheitlich gehandicapt ins Spiel und musste zweitweise durch Einsatz einer Feldspielerinn entlastet werden. Keine guten Voraussetzungen also für die Auseinandersetzung mit dem RIO-Team.

Dennoch starteten die Dodeleberinnen gut, beantworteten Tore der Gastgeber immer wieder durch den Ausgleich und drehten deren 7:5 Führung (12.) sogar in das 10:11 (20.). Das war die einzige Führung des TSV im Spiel. Danach nutzten die Gastgeber parierte Fernwürfe des TSV Niederndodeleben ihrerseits durch Konter und Kreisanspiele zur klaren 19:12 Halbzeitführung.

Den Vorsprung von RIO aus der ersten Hälfte konnten die nie aufgebenden Gäste lediglich mal auf fünf Tore verkürzen (22:27/46.). Die Angriffsbemühungen der TSV Frauen kostete Kraft, denn die Gastgeber waren in der Abwehr nicht gerade zimperlich (8 Zeitstrafen und eine Disqualifikation). So hatte Physiotherapeutin Nadine Richter häufig Verletzungen auf der Platte zu kurieren.
Die Gastgeber nutzten die Möglichkeit der Stunde dann konsequent zum klaren 38:27.

„Am Ergebnis ist zu erkennen, dass uns heute unser Mittelblock insbesondere in der Abwehr gefehlt hat. Wenn alle wieder an Bord und fit sind wird sich mein Team wieder erfolgreich präsentieren“, wertet Coach Michael Funke die Ausnahmesituation mit Blick nach vorn.

TSV: Suchan; Hirche 1, Wilke 5, Nolde 3, Baudis, Funke 2, Bange 9/2, Zimmermann, Klöppel 4, Pätzold 3/3.
7m: TSV: 7/5, RIO: 2/2, Zeitstrafen: TSV: 5, RIO: 8, 1 Rote Karte
Schiedsrichter: Oliver Niedner, Thomas Schüller. 

 

TSV-Frauen erkämpfen Auswärtssieg gegen Meister Burgenland

HC Burgenland : TSV Niederndodeleben 27:29 (12 : 13)

Von Ulrich Kunkel

Der HC Burgenland hatte in der Vorsaison als Meister auf Grund der teilweisen Neuformierung der Mannschaft auf den Aufstieg in die 3. Liga verzichtet. Insofern war für den Coach der Gäste aus der Börde die derzeitige Stärke der Burgenländer schwer einzuschätzen. Allerdings rangiert Burgenlands Shouterin Jessica Stiskall in der Torschützenliste der Mitteldeutschen Oberliga bereits wieder ganz oben.

Die TSV-Frauen starteten mit 1:3 (5.) gut in das Spitzenduell, konnten die Führung nach verworfenen Bällen und einem vergebenen 7m jedoch nicht halten und sahen sich nach dem 7:5 durch Stiskall (17.) im Rückstand. Die Dodeleberinnen nahmen die Herausforderung an, verwandelten einen 7m durch Samanta Umbusch und nutzten Ballgewinne von Franziska Sprotte  erfolgreich zur erneuten Führung (8:9/21.). Mit dem Eintorevorteil (12:13) ging es auch in die Pause.

Die Möglichkeiten der Orientierung und Kommunikation waren für die Trainer in der Sporthalle Prittitz problematisch. Die Anzeigetafel war auf Grund des Standortes und der Lichtverhältnisse nicht zu erkennen; zum anderen sorgten die Trommler beider Vereine für ordentlich Krach in der Halle.
So musste man sich notwendige Informationen häufig direkt vom Zeitnehmertisch erfragen, besonders bei den knappen Spielständen am Ende des Spiels.
Zuvor hatte sich das Team von Trainer Michael Funke mehrfach einen soliden Vorsprung von 14:17 (37.), 20:23 (47.) und sogar 21:25 (51.) erkämpft. Die teilweise Pressdeckung durch Desiree Sehls gegen Stiskall zeigte da ihre Wirkung. Aber die Gastgeber ließen nicht locker, waren nach ihrerseits fünf erfolgreichen Angriffen beim 25:26 (54.) wieder dran und hofften das Spiel zu kippen.
Torfrau Josephine Suchan steigerte sich in dieser kritischen Situation und parierte jetzt entscheidende Würfe des Gegners. Eineinhalb Minuten vor Schluss markierte Franziska Sprotte das wichtige 26:28 mit einem Fallwurf von der Kreismitte. Nach dem 27:28 Anschlusstreffer der Gastgeber war noch 1 Minute zu spielen und die TSV Frauen waren im Ballbesitz. 20 Sekunden vor dem Abpfiff nutzte Trainer Michael Funke seine 3. Auszeit.  Die Gäste aus der Börde ließen nichts mehr anbrennen und erzielten kurz vor dem Ende noch das erlösende 27:29 durch Anne Pätzold.

„Das war eine Begegnung auf hohem Niveau mit kämpferischem Einsatze auf beiden Seiten. Allerdings haben wir uns nach deutlichen Führungen das Spiel selbst schwer gemacht“, meinte Niederndodelebens Trainer Michael Funke nach dem Spiel.

TSV: Suchan; Sehls 3, Funke 4, Bange 4, Sprotte 1, Linda Umbusch 1, Samanta Umbusch 7/4,, Hirche 1, Pätzold 8.
7m: TSV: 6/4,  Burgenland: 6/5, Zeitstrafen: TSV: 2, Burgenland: 2
Schiedsrichter: Bernd Härtel, Mathias Klante (HVSA)

Volksstimme 27.09.2018

TSV Niederndodeleben startet mit Heimerfolg

TSV Niederndodeleben : HSV Apolda 1990 31.17 (12:11)

Von Ulrich Kunkel

ller Anfang ist schwer – dieser Slogan traf zumindest für die erste Hälfte der Partie auf die Heimsieben gegen den Neuling HSV Apolda 1990 zu. Die TSV Frauen waren zwar erfolgreich im Angriff, mussten aber immer wieder die Anschlusstreffer der sehr robust agierenden Apoldaer Angreiferinnen schlucken. „Da standen wir in der Deckung nicht gut und haben zu wenig Aggressivität gezeigt“, meinte Trainer Michael Funke zu dieser Situation. Zwölf im Spielverlauf von den Schiedsrichterinnen verhängte 7m gegen Apolda unterstreichen die Probleme der Thüringerinnen in der Abwehr.
So hieß es nach 13 Minuten nur 6:5 aus Sicht der Heimsieben. Auch das 11:8 (23.) konnte nicht ausgebaut werden, weil man seitens des TSV zahlreiche Chancen ausließ. Der knappe Halbzeitstand von 12:11 war nicht das, was man erwartet hatte.
Ein ganz anderes Bild in der 2. Halbzeit. Trainer Funke hatte Anika Hirche auf die mittlere Aufbauposition beordert. Sie beschleunigte das Kombinationsspiel des TSV merklich. Außerdem liefen die Konter der Dodeleberinnen nun allesamt erfolgreich oder konnten nur durch Fouls mit Strafstoßfolge gestoppt werden. 12 Minuten nach Wiederanpfiff stand ein deutliches 21:13 an der Anzeigetafel. In diesem Zeitraum war Samanta Umbusch sechsmal – davon dreimal vom 7m-Punkt - erfolgreich.
Die Deckung der TSV Frauen stand im zweiten Abschnitt sicher und ließ von der 46. bis zur 55. Minute keinen Gegentreffer zu. Im Angriff zeigte man den Zuschauern eine fehlerfreie Leistung. Drei Konter nach Ballgewinnen vollendete Anika Wilke sicher mit den Toren 26, 27 und 28:15(54.)
Im Rückraum gab Anne Pätzold ihren erfolgreichen TSV-Einstand mit 9 Toren als beste Torschützin des Spiels.

„Unter dem Strich bin ich mit dem Ergebnis gegen den für uns unbekannten Aufsteiger aus Apolda voll zufrieden. Sicher hätten wir in der ersten Halbzeit noch mehr Tore machen können. Insgesamt haben wir aber gezeigt, was mit dem Team in der Saison möglich ist“, bewertete Trainer Michael Funke das Treffen.

Am nächsten Samstag müssen die Dodeleberinnen auswärts gegen den Vorjahresmeister HC Burgenland ran.

TSV: Suchan; Wilke 4, Sehls 3, Baudis 3, Funke, Sprotte 2/2, Linda Umbusch, Samanta Umbusch 6/3, Klöppel 3, Hirche 1, Bergmann, Pätzold 9/5.
7m: TSV: 12/10,  Apolda: 5/3, Zeitsrafen: TSV: 0,  Apolda:7
Schiedsrichter: Linda Berndt, Arite Hartmann (Kamenz)


Volksstimme 20.09.2018

TSV Saisonstart